Blutspende FAQ mit dem DRK

[Bezahlte Werbung] „In den Smmermnten sinkt die Zhl der lutspender drstisch, ws zu Versrgungsengpässen führen knn.“ Irgendwas stimmt da doch nicht, nur was? Richtig – etwas wichtiges fehlt! Nämlich das A, B und O, und die fehlen aktuell nicht nur in dem Satz, sondern leider auch in einigen Kliniken.

Vor kurzem hatte ich Euch ja in meiner Instagram-Story erzählt, dass ich dieses Jahr als Botschafterin bei der Blutspende Kampagne des Deutschen Roten Kreuz „Missing Type – Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“ dabei sein darf! Da in den Sommermonaten die Zahl der Blutspender leider immer zurückgeht, gibt es jedes Jahr eine Kampagne, um darauf aufmerksam zu machen und so zu verhindern, dass die lebenswichtigen Reserven zur Neige gehen. Im ersten Teil dieser Kampagne hattet Ihr die Chance, mir über Instagram Fragen zu stellen, die Euch zur Blutspende vielleicht schon länger unter den Nägeln brennen. Diese Fragen habe ich nun, teilweise gemeinsam mit Experten des DRK beantwortet. Rausgekommen ist dieses FAQ und ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

 

Bedingungen und Zulassung zur Blutspende

Q: Warum darf ich erst ab einem Körpergewicht von 50 kg Blut spenden, obwohl meine Werte gut sind und ich gesund bin?
A: Bei einem Gewicht und einer entsprechenden Körpergröße unter 50 kg hat man leider medizinisch gesehen nicht ausreichend Blut, um welches abzugeben. Das Beutelsystem für das gespendete Blut und alle folgenden Test- und Verarbeitungsschritte sind auf eine Blutmenge von ca. 450 ml ausgelegt.

 

Q: Warum darf ich erst ab einem Lebensalter von 18 Jahren Blut spenden?
A: Da man erst mit 18 Jahren voll geschäftsfähig ist, kann man auch erst mit 18 Jahren zur Blutspende einwilligen.

 

Q: Wie lange muss ich mit einer Blutspende warten, wenn ich ein neues Tattoo (auch permanentes Make-Up) oder Piercing (auch Ohrlöcher) habe?
A: Die Wartezeit beträgt vier Monate.

 

Q: Was hat es mit dem Hb-Wert (Hämoglobin) auf sich?
A: Ein großer Teil unseres Blutes besteht aus roten Blutkörperchen (= Erythrozyten). Diese sind dafür verantwortlich, dass unsere Körperzellen mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Gleichzeitig transportieren sie Kohlendioxid aus dem Körper hinaus. Grund für die rote Farbe unseres Blutes ist der enthaltene Blutfarbstoff Hämoglobin. Besitzt ein Spender zu wenig roten Blutfarbstoff, d.h. ist sein Hämoglobinwert zu niedrig, so hat er keine ausreichenden Eisenreserven für eine gesteigerte Neubildung von voll funktionsfähigen Erythrozyten (= rote Blutkörperchen). Bei einer Blutspende geht dem Körper Eisen verloren. Jeder gesunde Mensch verfügt über eine natürliche Eisenreserve, mit der Verluste ausgeglichen werden können. Sind diese Eisenreserven jedoch nicht ausreichend (Eisenmangelanämie) vorhanden – sprich ist der Hb-Wert zu niedrig, ist eine Blutspende zum Schutz des Spenders nicht möglich. Ist der Hb-Wert normal, wird man zur Spende zugelassen (auch, wenn man gerade seine Menstruation hat).

 

Q: Mein Hb-Wert ist immer zu niedrig, was kann ich tun um dies zu verbessern?
A: Um als gesunder Mensch seinen Hb-Wert zu verbessern kann man auf der einen Seite vermehrt eisenhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen, oder alternativ Eisenpräparate zu sich nehmen. Dies sollte natürlich individuell in Rücksprache mit einem Arzt geklärt werden. Ernährungstipps bei Eisenmangel findet Ihr hier: https://www.blutspendedienst.com/blutspende/tipps-vor-der-blutspende/ernaehrungstipps-fuer-blutspender

 

Q: Was muss ich nach einem Auslandsaufenthalt beachten?
A: Nach Auslandsaufenthalten gibt es häufig Sperrfristen bis zur nächsten Blutspende. Abhängig von Ort, Aufenthaltsdauer und Reisezeit reichen diese Wartezeiten von vier Wochen bis zu sechs Monaten ab Rückkehr. In Abhängigkeit vom Reiseziel kann man sich mit bestimmten Krankheitserregern, wie z. B. Zika-Virus & Chikungunya-Virus oder Malaria, infiziert haben – ohne selbst bei der Rückkehr bereits Krankheitssymptome zu verspüren. Bei solchen Krankheiten können von dem Zeitpunkt der Infektion bis zur Nachweisbarkeit im Blut mehrere Wochen vergehen. Bei einer Blutspende direkt nach einer Reise, ist das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern auf den Blutempfänger erhöht. Die meisten Patientinnen und Patienten, die Blutkonserven benötigen, sind bereits geschwächt und sollten keinem weiteren Risiko ausgesetzt werden – auch wenn es in manchen Fällen scheinbar noch so klein sein mag. Sichere Blutprodukte für die Patienten haben höchste Priorität. Hier kannst Du herausfinden, ob und wann Du nach einer Reise wieder Blut spenden darfst: https://www.blutspendedienst.com/blutspende/services/reise-check

 

Q: Ich muss regelmäßig Medikamente einnehmen – darf ich trotzdem Blut spenden?
A: Bei der Einnahme bestimmter Medikamente darf man kein Blut spenden (Antibabypille und andere hormonelle Verhütungsmittel sind ausgenommen). Um Deine Spendefähigkeit individuell beurteilen zu können, benötigt man weitere Informationen über die der Medikation zugrundeliegende Erkrankung / Diagnose. Es gibt Medikamente, deren Einnahme eine Blutspende ausschließt, z.B. ein Antibiotikum, da gerade ein Infekt besteht. Wenn beispielsweise ein Betablocker nach Herzinfarkt eingenommen wird, führt der Herzinfarkt zum Ausschluss, während ein Betablocker, der nur zur Blutdruckregulierung eingenommen wird, kein Hinderungsgrund für eine Blutspende wäre. Bei Medikamente die teratogen wirken, darf während der Einnahme und je nach Medikament eine Zeit danach nicht Blut gespendet werden. Das muss im Einzelfall geklärt werden, daher kann ich Euch nur ermutigen, direkt bei eurem Blutspendeinstitut nachzufragen, ob Ihr für eine Blutspende geeignet seid.

 

Q: Darf ich spenden, wenn ich schon einmal eine Transfusion erhalten habe?
A: Ja, nach 4 Monaten ist eine Spende wieder möglich.

 

Q: Warum dürfen Männer häufiger spenden als Frauen?
A: Das hängt mit dem weiblichen Zyklus zusammen. Frauen verlieren darüber auf natürliche Weise ohnehin mehr Blut. Um Frauen vor einem möglichen Eisenmangel im Blut zu schützen, gilt diese Regelung. Frauen dürfen demnach innerhalb von 12 Monaten (Nicht auf das Kalenderjahr bezogen) 4 Mal Blut spenden, Männer 6 Mal.

 

Q: Darf ich Blut spenden, wenn ich Transgender bin? Falls nein, warum nicht?
A: Transsexuelle Personen sind nicht grundsätzlich von der Blutspende ausgeschlossen. Bei der Prüfung der Spendefähigkeit eines jeden Menschen – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder sonstiger Merkmale – sind Risiken zu erfassen, die aus dem individuellen Sexualverhalten resultieren. Hier wird jeder Einzelfall geprüft.

 

Q: Warum darf ich als homosexuelle Person nur dann spenden, wenn ich 12 Monate lang keinen Geschlechtsverkehr hatte? Und warum gilt diese Regel nicht für heterosexuelle Menschen?
A: Dazu folgendes Statement des DRK: „Für uns als Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes und des Bayerischen Roten Kreuzes haben die Sicherheit der überlebenswichtigen Blutpräparate sowie der damit verbundene Schutz unserer Spenderinnen und Spender und meist schwerkranken Empfängerinnen und Empfänger absolute Priorität. Die Blutspende in Deutschland unterliegt äußerst strengen Regularien und Gesetzen. Es gibt aus diesem Grund auch Fälle, in deren Rahmen potentielle Spenderinnen und Spender nach dem Ausfüllen des Fragebogens sowie bei der Untersuchung des Arztes ausgeschlossen oder mit einer Wartezeit zurückgestellt werden müssen. Dies erfolgt beispielsweise nach einem Aufenthalt in bestimmten Urlaubsregionen, einer Zahnreinigung, einer frischen Tätowierung, eines frisch gestochenen Piercings, der Einnahme bestimmter Medikamente und vieler weiterer Faktoren. Darüber hinaus spielen neben Vorerkrankungen auch Lebensgewohnheiten und das Sexualverhalten eine Rolle. Gefährliche Viren können durch Sexualkontakt übertragen werden und dann unerkannt im Blut zirkulieren. Hierbei spricht man von einer Fensterphase nach einer frischen Infektion, in der weder das Virus selbst noch die Antikörper dagegen ausreichend im Blut vorhanden sind, um nachgewiesen werden zu können. In dieser Phase kann das Virus aber bereits übertragen werden. Deshalb werden alle Menschen, deren sexuelles Verhalten laut Statistik ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit sich bringt, von der Blutspende zurückgestellt. Die gesetzlichen Vorgaben für die Spenderauswahlkriterien (Transfusionsgesetz) erfolgen durch die Bundesärztekammer in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und sind für uns als Blutspendedienste bindend. Es ist nicht Aufgabe der Blutspendedienste oder des DRK/BRK, entsprechende Studien zu erheben und in Gesetzmäßigkeiten umzusetzen. Die Blutspendedienste haben die Aufgabe die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu sichern. Sofern die Gesundheit der Empfängerinnen und Empfänger sichergestellt ist, begrüßen wir sämtliche Regelungen, die es mehr Menschen ermöglichen, Blut zu spenden.“

Blutspende mit Vorerkrankungen

Q: Darf ich Blut spenden, wenn ich an Hashimoto-Thyreoiditis leide?
A: Vorerst unterliegt Ihr mit Hashimoto einer Dauersperrung. Eine Zulassung kann nur erfolgen, wenn ein aktueller Befund von ärztlicher Seite vorliegt, dass kein aktiver Entzündungsprozess stattfindet.

 

Q: Darf ich als Diabetiker Blut spenden?
A: Insulinpflichtige Diabetiker (Typ 1 oder insulin-abhängiger Typ 2) dürfen kein Blut spenden. Gut eingestellte Typ-II-Diabetiker, die nicht Insulin spritzen können zugelassen werden.

 

Q: Darf ich zur Blutspende gehen während Schwangerschaft und Stillzeit?
A: Während der Schwangerschaft und mindestens 6 Monate danach darf man zur eigenen Sicherheit kein Blut spenden. Während der Stillzeit ist eine Blutspende ebenso nicht möglich.

 

Q: Warum darf ich mit einer Herzerkrankung nicht Blut spenden?
A: Leider darf man z.B. bei festgestellten Herzrhythmusstörungen kein Blut mehr spenden. Die plötzliche Entnahme eines halben Liter Vollbluts könnte das Kreislaufsystem und das Herz zu stark belasten und damit möglicherweise die Erkrankung verschlimmern. Diese Maßnahme dient also in erster Linie Deinem persönlichen Schutz!

 

Q: Kann ich Blut spenden, wenn ich eine psychische Erkrankung habe?
A: Schwere Psychische Erkrankungen schließen eine Blutspende leider zum Schutz des Spendewilligen aus. Wenn Ihr Euch unsicher seid, ob das auf Euch zutrifft, so kann ich auch ebenfalls empfehlen, Euch einen Termin auszumachen und Euren individuellen Einzelfall zu klären.

 

Q: Darf ich irgendwann wieder Blutspenden, wenn ich eine maligne Erkrankung (Krebs) hatte?
A: Nach einer Krebsoperation bzw. Krebsbehandlung ist eine Blutspende nicht mehr zulässig und auch im Interesse der spendewilligen Person nicht angeraten.

 

Vor der Blutspende

Q: Muss ich vorher einen Termin vereinbaren?
A: Das kommt ganz auf das Institut an, bei dem Du spenden möchtest. Das kann man aber meistens leicht über die entsprechende Website herausfinden. Im Zweifelsfall kann man aber immer vorher anrufen und nachfragen, ob ein Termin notwendig ist (kostenlose Service-Hotline 0800 11 949 11).

 

Q: Gibt es eine Voruntersuchung?
A: Ja, vor jeder Blutspende wird Eure Temperatur, der Blutdruck und der Hb-Wert bestimmt. Ob Ihr privat oder gesetzlich versichert seid ist übrigens nicht relevant. Wenn eurer Blutdruck oder der Hb-Wert zu niedrig ist, werdet Ihr zu eurer eigenen Sicherheit nicht zur Spende zugelassen. Das Gleiche gilt, falls eure Temperatur erhöht ist.

 

Q: Was sollte man vor der Spende beachten? Was kann ich tun, um einem Kreislaufkollaps vorzubeugen?
A: Es empfiehlt sich am Tag der Spende ausreichend zu Essen, und viel zu Trinken, um so seinen eigenen Kreislauf zu stabilisieren. Wenn Ihr zur Plasmaspende geht, solltet Ihr am Vorabend und am selben Tag besonders fettige Speisen vermeiden, da diese die Qualität des Plasmas verändern können.

 

Q: Kann ich etwas tun, um eine Spende bei „schlechten Venen“ zu erleichtern?
A: Immer zu einem guten Punkteur gehen (kleiner Scherz am Rande) – nein ernsthaft, es ist im Winter z.B. sinnvoll, die Arme warm zu halten, das hilft.

 

Q: Muss ich vorher meine Blutgruppe kennen?
A: Nein, diese wird bei der ersten Blutspende bestimmt und Euch anschließend mitgeteilt.

 

Q: Kann ich direkt beim ersten Besuch spenden?
A: Ja, vorausgesetzt Du bist gesund und erfüllst alle Bedingungen.

 

Q: Welche Blutgruppen sind besonders gefragt? Lohnt sich Spenden auch, wenn ich Blutgruppe AB? Wird Kell-positives Blut benötigt?
A: Jede Blutgruppe wird gebraucht, wir freuen uns über jeden Spender, der sich die Zeit nimmt, um Menschen zu helfen!

 

Q: Ich bin sowohl als Vollblutspender als auch als Plasmaspender geeignet. Welche Spender werden dringender benötigt?
A: Wer Vollblut spendet, spendet automatisch auch Plasma, das aus eine Blutspende, genauso wie die Roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und die Thrombozyten (Blutplättchen) gewonnen werden. Mit Dieser Vollblutspende hilfst Du deshalb direkt bis zu drei Patienten, das macht eine Plasmaspende aber nicht weniger sinnvoll, da eine Plasmaspende wesentlich öfter möglich ist. Eine Vollblutspende ist aufgrund der Bestandteile, die beim Patienten eingesetzt werden können, variabler einsetzbar.

Während der Blutspende

Q: Wie lange dauert die Blutspende?
A: Die Spende selbst dauert nur 5-10 min, inklusive der Voruntersuchung und der Formalitäten sollte man ca. eine Stunde für eine Blutspende einplanen.

 

Q: Ist die Nadel dicker als bei einer normalen Blutentnahme?
A: Ja, die Nadel ist etwas dicker, da das Blutvolumen das abgenommen wird bei einer Spende (500 ml) ja deutlich größer ist als es bei einer Blutentnahme der Fall ist ( je nachdem ca. 10-20 ml), und es mit einer dünnen Nadel wie beim Blut abnehmen zeitlich sehr lange dauern würde, die 500 ml abzunehmen.

 

Q: Warum passiert es manchmal, dass mein Blut während der Spende plötzlich „nicht mehr läuft?“
A: Gelegentlich kommt es vor, dass der Blutfluss plötzlich aufhört, und man die Spende nicht zu Ende bringen kann. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass eine sog. Venenklappe (das sind Klappen in den Venen, die verhindern, dass das Blut in die falsche Richtung fließt) die Öffnung verdeckt, oder sich die Nadel an der Wand der Vene festsaugt. Das kann bei jedem Menschen auch bei einer „normalen“ Blutentnahme passieren, und so eben auch selten mal bei einer Blutspende.

 

Q: Was passiert, wenn ich während der Spende kollabiere?
A: „Umkippen“ im klassischen Sinne kann man nicht, da man während der Spende sehr bequem sitzt. Solltet Ihr aber merken, dass Euch schwarz vor Augen wird oder schlecht/schwindelig, sagt auf jeden Fall einer Schwester oder einem Pfleger Bescheid. Während und nach der Spende ist nämlich immer jemand vom Pflegepersonal vor Ort. Sollte Euch dennoch übel oder schwindelig werden, kann ich euch aus eigener Erfahrung sagen, dass man wirklich rührend umsorgt wird. Die Beine werden hochgelegt, und nach einem Glas Wasser geht es eigentlich auch immer. Das ist übrigens auch der Grund, wieso man nach der Spende noch ein paar Minuten sitzen bleiben soll und auch so lange Sitzen bleiben darf, wie man selber möchte.

 

Q: Warum kommt es eigentlich zu Kreislaufproblemen während oder nach einer Spende?
A: Durch die Blutspende verliert man 500 ml Vollblut. Durch diesen Volumenverlust kann auch der in den Gefäßen herrschende Blutdruck sinken, sodass etwas weniger Blut, und damit etwas weniger Sauerstoff im Gehirn ankommt. Dieser fehlende Sauerstoff kann dazu führen, dass einem „schwarz vor Augen“ wird, was nicht nur selten beim Blut spenden passiert, sondern zum Beispiel auch wenn man besonders wenig trinkt und es draußen sehr heiß ist. Daher ist es auch wichtig vor der Spende viel zu trinken um diesen Volumenverlust auszugleichen, und deswegen wird vorher auch überprüft, ob Euer Blutdruck hoch genug ist.

 

Q: Warum müssen genau 500 ml bei einer Vollblutspende entnommen werden? Und gibt es auch die Möglichkeit, weniger als 500 ml zu spenden?
A: Aus den 500 ml Blut, das Du spendest werden bis zu drei Präparate verarbeitet. Dabei ist es wichtig, dass immer genau die gleiche Menge enthalten ist, z.B. in einem Konzentrat von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) je nach Typ bis zu 300 ml Blutbestandteile. Für die Ärzte, die dein Blut einsetzen, ist das so etwas wie eine „DIN-Norm“. Sie wissen, dass immer die gleiche Menge Blut enthalten ist, daher spendet man immer genau 500 ml bei einer Vollblutspende.

Nach der Spende

Q: Wird meine gespendete Konserve auf Krankheiten getestet?
A: Ja, jede Blutspende wird auf gewisse Erkrankungen untersucht. Getestet wird auf HIV-​Infektion (AIDS-​Test), virusbedingte Leberentzündungen durch Hepatitis-​Viren A,B,C,E, Testung auf Antikörper gegen den Erreger der Syphilis (Geschlechtskrankheit)und Testung auf Parvovirus B 19 (Erreger der Ringelröteln). Ihr könnt also nicht aus Versehen einer dieser Krankheiten weitergeben, von der Ihr selbst vielleicht nichts wusstet, und werdet außerdem benachrichtigt, sollte eine der getesteten Erkrankungen bei Euch festgestellt werden.

 

Q: Wie erfolgt der Test auf diese Erkrankungen?
A: In unseren hochmodernen Laboren untersuchen wir dein Blut auf das Vorhandensein bestimmter Krankheitserreger. Mittels Antikörpersuchtests und Testverfahren zum direkten Nachweis von Viren (PCR) wird in unseren Labors ermittelt, ob Hepatitis-​C-Viren oder Hepatitis-​B-Antikörper oder Antigene (Erreger entzündlicher Lebererkrankungen) oder Erreger der Immunschwächeerkrankung AIDS im Spenderblut vorhanden sind. Außerdem wird das Blut auf die Antikörper der Geschlechtskrankheit Syphilis getestet. Diese Tests werden unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen in unseren Laboren durchgeführt und die Ergebnisse werden natürlich streng vertraulich gehandhabt.

 

Q: Wie lange hält sich so eine Blutkonserve dann?
A: Erythrozytenkonzentrate bis zu 42 Tage, Thrombozytenkonzentrate 4 Tage, Plasmapräparate sind bis zu 3 Jahre haltbar.

 

Q: Was muss ich nach der Spende beachten?
A: Nach der Blutspende ist es wichtig, viel zu trinken, damit der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen wird. Ebenfalls sollte man zur Stärkung etwas essen sowie eine Ruhepause von mindestens zehn Minuten unter Aufsicht einhalten, um den Körper zu entlasten. Außerdem empfehlen wir nach der Spende auf größere körperliche Anstrengungen, wie z. B. den Besuch des Fitness-​Studios oder einer Sauna, zu verzichten. Spender, die mit dem eigenen Pkw oder Motorrad zum Spendetermin anreisen, sollten 30 Minuten warten bevor sie wieder am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Bei Spendern in Berufen mit erhöhtem Risiko, z. B. Personenbeförderung, sind längere Wartezeiten nach der Spende vorgeschrieben. Raucher sollten auch nach der Spende ca. vier Stunden warten, bevor sie eine Zigarette rauchen, da sich das Nikotin negativ auf den Kreislauf des Spenders auswirken kann.

 

Q: Bin ich danach weniger leistungsfähig?
A: Das ist sehr individuell. Es ist denke ich ganz normal, dass man sich am Spendetag ein wenig schlapper fühlt als sonst, aber spätestens am nächsten Tag merke ich persönlich nichts mehr davon.

 

Q: Ich darf leider kein Blut spenden. Wie kann ich trotzdem helfen/mich engagieren?
A: Ja, bei der Blutspende kann man zum Beispiel auch ehrenamtlich helfen. Wenn du dich engagieren möchtest, wende dich gern an den DRK-Kreisverband in deiner Nähe: www.drk.de/mitwirken/ehrenamt/

Meine persönliche Blutspende-Erfahrung

Natürlich haben viele von Euch auch danach gefragt, was persönlich ich so für Erfahrungen beim Blutspenden gemacht habe, und das möchte ich Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten.

Bisher war ich ca. 15x bei der Vollblutspende, und bin auch ein Jahr lang regelmäßig Plasma spenden gegangen, sodass ich mir bis heute auf jeden Fall ein ganz gutes Bild von allem machen konnte, denke ich. Und es war wortwörtlich ein „gutes Bild“, denn ich habe wirklich überhaupt nichts zu sagen, was für mich gegen eine Blutspende spricht.

Natürlich kam es vor, dass ich nach einer Spende irgendwie platt war (vor allem bei der Vollblutspende), allerdings höchstens für den Tag der Spende selbst. Am nächsten Tag war ich dann also wieder fit wie eh und je. Mir ist es auch schonmal passiert, dass ich direkt nach der Vollblutspende Kreislaufprobleme hatte und mir kurz „schwarz vor Augen“ wurde, allerdings war das (wie oben beschrieben) wirklich überhaupt kein Problem, ging schnell wieder weg und ist für mich natürlich absolut kein Grund, nicht mehr Spenden zu gehen. Dazu muss ich außerdem sagen, dass ich mich schwer damit tue am Tag ausreichend zu trinken, das spielte da sicherlich auch mit rein.

Ich kann also wirklich jeden von Euch, der zweifelt, nur ermutigen, es mal zu probieren! Wenn Ihr auch jetzt noch unsicher seid, ob Ihr spenden dürft, macht am Besten einen Termin aus und besprecht euren individuellen Einzelfall – danach wisst Ihr auf jeden Fall Bescheid. Und sollte eine Blutspende wirklich gar nichts für Euch sein, weil Ihr zum Beispiel Angst vor Nadeln habt, dann ist das auch völlig in Ordnung!

Ich habe mir natürlich Mühe gegeben, all Eure Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten und bitte um Nachsicht, falls mir doch die ein oder andere durchgerutscht sein sollte, bzw. irgendwo etwas missverständlich formuliert sein sollte. Ich denke, die wichtigsten Informationen konnte ich Euch hier zusammenstellen – solltet Ihr dennoch offene Fragen haben: Stellt Sie gern!

Außerdem kann ich Euch an dieser Stelle schonmal verraten, dass die Kampagne damit auch noch nicht zu Ende ist – es kommen also noch ein paar spannende Einblicke auf Euch zu!

 

Eure Jule Unterschrift

 

 

 


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